B I O G R A P H I E : |
|
| Jahrgang 1954 Seit 1974 freischaffender Künstler und Grafik-Designer Ausbildung: Wiener Kunstschule (Prof. Martinz) Arbeitsgebiet: Graphitzeichnungen, Ölbilder, Acrylbilder und Mischtechnik Werdegang: Nach dem Studium an der Wiener Kunstschule folgten freie Grafikjobs, mehrere Stationen in verschiedenen Verlagen und Werbeagenturen bis zum Artdirektor. Malerei: Ich experimentiere mit verschiedensten Materialien und Stilrichtungen. Dabei entstehen Bildkreationen von realistischen bis zu abstrakten Darstellungen. Das ist vielleicht ein Hinweis auf mein Lebensgefühl da ich immer wieder meinen Stil und meine künstlerischen Aussagen verändert und in Frage gestellt habe. 1972 – 1995 Wien: Meine frühen Arbeiten waren überwiegend durch ihre starken Abstraktionen gekennzeichnet. Hauptmotiv sind Farbflächen, die in den Farben Grün, Braun, Blau und Gold, sowie deren Mischergebnis entstanden. Zu dieser Zeit entwarf ich für das Wiener Plattenlabel „Ton um Ton“ LP-Covers für die Wiener Gruppe The Vogue (Ronny Urini) und den Psychedelik-Sampler Sklasch. Es folgten weitere Covers für Glitterhouse-Records (Deutschland) „The Broken Jug“ dem Label Dingdong-Records aus Houston, Texas mit der Gruppe „Pixies“ Supernova, Live in Vienna 1989 und der Gruppe „Gurgl Murgl“ aus Niederösterreich. Anfang der 90er Jahre änderte sich meine Arbeitsmethode. Bei den neuen Arbeiten ist die Strukturidee der Ausgangspunkt für die Bildgestaltung. Hauptmerkmal sind geometrische, rechteckige und runde Farbflächen in den Grundfarben Rot, Blau und Gelb, sowie deren jeweiligen Zusammensetzung Weiß und Schwarz als schwarze Konturen. Die gezogenen Linien und die sichtbar bleibenden Stellen werden Schicht um Schicht mit Farbe systematisch aufgebaut. Der Malprozess wird zum Balanceakt zwischen dem Festhalten an der Linienstruktur und dem Sich-Einlassen auf den Raum im Bild. Erst die Gesamtheit der Linien und Farben erzeugt eine Lebendigkeit. 1995 – 2007 Amstetten: 2006 habe ich mit dem Konzept „NICHTS“ begonnen. Ziel dieser Arbeit ist es, einen Freiraum zu schaffen der die Möglichkeit bietet geistig und optisch losgelöst das „NICHTS“ zu erfahren. Wie stellt sich aber die Malerei dar, die nicht auf dem Sein, auf Denken und Sprache, sondern auf dem „NICHTS“ beruht? Wie kann das „NICHTS“, oder besser ausgedrückt die Erfahrung des „NICHTS“ dargestellt werden? Bekannterweise ist Weiß gemeinsam mit Schwarz eine Nichtfarbe. Sie sind die Materialien mit denen das Licht sich zeigen, sich aber ebenso auch entziehen kann. In diesen Zusammenhang kann man „Weiß oder Schwarz“ gar nicht als Farbe bezeichnen. Allein der Grad der Lichtzufuhr entscheidet über sichtbar und unsichtbar. Da es beim Malen nur die Möglichkeit einer subtraktiven Farbmischung gibt, kann das „NICHTS“ nur durch die „Nichtfarbe“, einer Mischung aus Gelb, Margenta und Cyan (in ziemlich gleichen Teilen) dargestellt werden. Den Bildern mit der „Nichtfarbe“ liegt daher kein reales Motiv zu Grunde. Das „Gemaltsein“ tritt in den Hintergrund und lenkt die Aufmerksamkeit auf das „NICHTS“. Das Ergebnis sind sehr beruhigende, angenehme, weder mit Gegenständlichem noch Abstraktem belastende Bilder. Seit 2008 Kematen an der Ybbs: Zu Beginn 2009 benutzte ich erstmals Fotografien als Vorlagen für Gemälde. Es handelt sich um beiläufige Motive aus dem Internet, Zeitungsausschnitte und eigene Aufnahmen, die ich abmalend vergrößert, überwiegend in Grau-Weiß auf die Leinwand übertrage. Diese dem Fotorealismus nahe Methode ist durch eine unscharfe Wirkung gekennzeichnet, die den Realismus der Vorlagen verfremdet. |